Die Historie der Wehr der Stadt Vetschau/Spreewald

1619 große Feuersbrunst

Am 14. Mai - eine große Feuersbrunst wütete und vernichtet in der Stadt Vetschau innerhalb von wenigen Stunden 93 Häuser, 2 Kirchen mit Kirchturm samt vier Glocken und eine Schule. Eine Feuerwehr gab es zur damaligen Zeit in unserer Stadt noch nicht.

Übrig blieben in der Stadt 5 Häuser.

1718 erste lederne Löscheimer

Der Erwerb des Bürger- sowie Meisterrechtes war in der Stadt Vetschau vom Erwerb eines ledernen Feuerlöscheimer und einer Handspritze abhängig.

1817 erstmalig Spritzenhaus erwähnt

Bei einer Aufzählung des kommunalen Vermögen der Stadt Vetschau wird erstmalig das Spritzenhaus auf dem Kirchplatz erwähnt.

Weitere Angaben sind leider nicht überliefert.

1875 Gründung Feuerwehr scheitert

Der Versuch, im Jahr 1875 aus dem Turnerbund der Stadt Vetschau eine Feuerwehr wie in der Nachbarstadt Calau zu gründen scheiterte an Geldknappheit in der Stadtkasse.

1895 erste Handdruckspritze

Im Juli des Jahres 1895 wird von der Stadt die erste Handdruckspritze für eine zu gründende Feuerwehr gekauft. (Abbildung ähnlich)

 

1895 Feuerwehr gegründet

Es ist nun endlich soweit.

Im Monat August 1895 wird die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt Vetschau offiziell unterzeichnet.

Alarmiert wird durch den Nachtwächter. Der erste Spritzenhaus befindet sich auf dem Kirchhof am Markt.

1908 neues Spritzenhaus

Am 4. November wird das neue Spritzenhaus am Sedanplatz (später, nach dem Krieg Roter Platz, heute nach der politischen Wende Hospital-Platz) mit zwei Stellplätzen und Schlauchturm feierlich übergeben.

Als Beleuchtung dienten damals Gaslaternen die bei Alarm erst angezündet werden mußten. Das Foto zeigt eine Aufnahme des Spritzenhauses noch ziemlich im Originalzustand aus dem Jahre 1974. Fotografiert vom Vetschauer Foto-Wünsche.

1909 mechanische Holzleiter angeschafft

Aus eigenen Mitteln schaffte die Wehr sich eine mechanische Steigleiter an.

Diese ist heute noch funktionstüchtig vorhanden und wird im "Feuerwehr-Museum" der Freiwilligen Feuerwehr Boblitz gepflegt und funktionstüchtig erhalten.

Das Foto zeigt diese Leiter bei unserem Festumzug anläßlich 110 Jahre Feuerwehr Vetschau im Jahr 2005 auf dem Kreisel am Hospitalplatz.

1924 erste Motorspritze in Vetschau

Im Jahre 1924 erfolgte der Kauf der ersten Motorspritze und eines zweirädrigen Schlauchwagens.

Aus Sicherheitsgründen mußte im Spritzenhaus im Jahr 1924 die Gasbeleuchtung dem elektrischen Licht weichen.
(Abbildung ähnlich)

1924 Pflichtfeuerwehr in Vetschau

Auf Grund von sehr großen Personalschwierigkeiten in der Wehr wurde 1924 für 5 Jahre eine Pflichtfeuerwehr eingeführt.

Die Stärke der Wehr wuchs in dieser Zeit auf 230 Mann an.

1925 Kreisverbandstag in Vetschau

Anläßlich des 30 jährigen Stiftungsfestes unserer Wehr findet in unserer Stadt der 4. Kreisverbandstag statt.

1928 Gebäudezählung

Bei einer Gebäudezählung durch die Feuersozietät wurden in unserer Stadt 364 Gebäude gezählt.

1929 erster Mannschaftswagen

Der erste Mannschaftswagen für die Wehr wurde mit finanzieller Hilfe des Ehrenbürgers Richard Hellmann angeschafft.

1935 Entbindung im Spritzenhaus

Am Donnerstag, den 18. Juli 1935 traf ein Zigeunertrupp in Vetschau ein, welcher auf Weisung der Polizei am Sedanplatz hielt.

Auf dem Heimweg von einer Führerratssitzung kamen Kameraden unserer Wehr zufällig vorbei. Der Trupp leistete daraufhin einer Wöchnerin Hilfe bei der Entbindung eines gesunden Zigeuner - Mädchens.

In einem aus Säcken und Decken geschaffenen Lager im Spritzenhaus konnte die schnell herbeigeholte Hebamme Krömer die Geburt einleiten.

Das Foto zeigt die Mutter und neben ihr (verdeckt) das Neugeborene wohl auf. Auf dem Foto mit Hand raufgeschrieben "Allezeit Hilfsbereit"

1935 40 jähriges Stiftungsfest

Anläßlich des 40 jährigen Stiftungsfestes unserer Wehr findet wiederum in unserer Stadt ein Kreisverbandstag statt.

Das Foto zeigt die angetretenden Einheiten auf dem Sedanplatz.

1949 ein neue Tragkraftspritze

Die Feuerwehr erhält 1949 ihre erste neue Pumpe, eine Tragkraftspritze.

1954 neuer Mannschaftswagen

Ein neuer Mannschafttransportwagen 1954 wird angeschafft.

1956 zentrale Wasserversorgung

Durch den Bau der zentralen Wasserversorgung in der Stadt erhält der Altstadtbereich den ersten Hydranten.

1959 erstes Löschgruppenfahrzeug

Die Wehr erhält das erste Löschfahrzeug mit einer Pumpe TS 8 und einem Schlauchtransportanhänger. Ein LF - LKW - TS 8 - STA vom Typ Garant K 30.

Die Fotos zeigen in s/w das damalige Einsatzfahrzeug bei einem Festumzug durch die Stadt. Das Farbfoto das perfekt! originalgetreu wieder instandgesetzte Fahrzeug im jetzigen Besitz der Feuerwehr Boblitz beim Festumzug anläßlich 110 Jahre Feuerwehr Vetschau im Jahre 2005 (Beachte: amtliches Kennzeichen).

Auf beiden Fotos wird das LF durch den Kameraden Joachim Kschiwan gefahren. Beifahrerin auf dem Farbfoto ist unsere Feuerwehrköchin Anette Richter.

1959 Märkischheide kommt dazu

Durch die Eingemeindung von Märkischheide als Stadtteil unserer Stadt wird deren Feuerwehr Kommandostelle der Vetschauer Wehr.

Nach der politischen Wende ist Märkischheide ein Zug unserer Wehr.

1960 Paul Lehnigk wird Wehrleiter

Im Jahr 1960 wird der Kamerad Paul Lehnigk Wehrleiter. Er führt unsere Wehr bis 1971.

Im Bild ein Marschblock der Feuerwehr, geführt vom Wehrleiter Lehnigk.

1968 erstes LF 16 für Vetschau

Das LF-LKW-TS8-STA hat in Vetschau ausgedient. Das erste Löschfahrzeug 16 (LF 16) wird in Vetschau, damals auf Fahrgestell S 4000 in Dienst gestellt.

Der Aufbau für die Mannschaft und Geräte besteht aus Holz. Das Löschfahrzeug hat eine im Heck fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von max. 1.600 ltr/Minute. Auch ein Löschwasserbehälter mit 300 Liter Inhalt steht zur Verfügung. Klappleiter, 4 teilige Steckleiter und 3 teilige Schiebleiter, alle aus Holz sind auf dem Dach verlastet. Eine B-Schlauchhaspel mit Holzrädern komplettiert am Heck das Fahrzeug.

1969 Großbrand in Vetschau

Die Flachsröste brennt.

Gebäude samt Inhalt der damaligen Flachsröste im Stradower Weg brennen. Feuerwehren des gesamten Kreis Calau und darüber hinaus löschen in Vetschau.

Der Einsatz dauert mehrere Tage. Das brennende Flachs wurde per LKW abgefahren und auf der Mülldeponie "vergraben".

Auf Bild 1 Kameraden bei Löscharbeiten, in Uniform der damalige "A-Dienst" des VPKA Calau, Major der F. Heinz Bozek, im Kittel vorn, der damalige "Versorger" beim Rat des Kreises Calau, Horst Gäbler.

Auf Bild 2 wird brennendes Flachs per Bagger verladen.

Drei Jahre später, im Jahr 1972 brannte es noch einmal an gleicher Stelle.

1971 Klaus Neumann wird Wehrleiter

Er übernimmt den Staffelstab von Paul Lehnigk. Zuvor einige Jahre sein Stellvertreter übernimmt Klaus Neumann 1971 die Wehrleitung. Bis zu seinem Tode im Jahr 1997 prägt er entscheidend die Vetschauer Feuerwehr. Seine Stellvertreter sind Hubert Masuch (E/A), Eckhard Kohl (VB) und Joachim Kschiwan (Technik).

1975 Anbau am Spritzenhaus

Ein Schulungsraum mit Sanitärtrakt wird am Spritzenhaus am Roten Platz in Eigenleistung der Wehr angebaut.

Das Grundstück wurde großzügig durch die Gärtnerei Erich Nandiko unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

1982 Tanklöschfahrzeug für Vetschau

Endlich ist es soweit. Vetschau bekommt seinen längst überfälligen "Tanker".

Vom Rat des Kreises, Abteilung Inneres wird das erste Tanklöschfahrzeug 16 mit 2.000 Liter Wasser im Bauch, der Freiwilligen Feuerwehr Vetschau übergeben.

Ein fabrikneues TLF 16 auf Fahrgestell W 50 LA/A. Die Übergabe erfolgt u.a. durch Wolfgang Mußlick, bis zur Wende Leiter Feuerwehr beim VPKA Calau, heute stellv. Landesbranddirektor des Landes Brandenburg.

1983 Feuerwehrblasorchester Vetschau gegründet

Am 27. Januar des Jahres 1983 findet die erste musikalische Probe des neugegründeten Blasorchesters der Feuerwehr Vetschau statt.

Auf Initiative von Hubert Masuch und Klaus Neumann wurden ehemalige Mitglieder des Jugendblasorchesters Vetschau angesprochen, im Feuerwehr-Blasorchester mitzuspielen.

Unter der musikalischen Leitung vom damaligen Armeemusiker Manfred Lubosch war schnell ein guter Klangkörper aufgebaut. Die organisatorische Leitung hatte Hubert Masuch übernommen. Gefördert und finanziell Unterstützt wurde das Orchester durch die damalige Abteilung Inneres des Rates des Bezirkes Cottbus. Anfangs im alten Spritzenhaus probte man später bei Blau/Weiß im Stradower Weg.

Viele Konzerte, Festumzüge und andere Höhepunkte wurden vom Vetschauer Feuerwehrblasorchester begleitet.

1987 wieder Großbrand in Vetschau

29. März 1987. Die Post brennt.

Alle damaligen "wichtigen" Feuerwehrleute sitzen in der Gaststätte "Zum Grünen Baum" in Calau und feiern den 40. Geburtstag des damaligen Leiter Feuerwehr beim VPKA Calau Wolfgang Mußlick. Das Vetschauer Feuerwehrblasorchester spielt soeben ein Ständchen da kommt die Nachricht.

In Vetschau brennt die Post!

Die Feuerwehren der Stadt Vetschau sowie des Kommandos Feuerwehr des Kraftwerkes Vetschau sowie die Freiwilligen Feuerwehren Calau und Lübbenau helfen beim löschen.

1990 Der größte Umbau der Feuerwehr beginnt

Die politische Wende läutet auch bei der Feuerwehr eine "Wende" ein. Der größte Umbau der gesamten Wehr in Ihrer Geschichte, sollte im Jahr 1990 beginnen.

Teilweise schlagartig ändern sich die Tätigkeiten in der Wehr. Zu den komplizierter werdenden Brandeinsätzen kommt die technische Hilfeleistung hinzu. Das macht es notwendig, technisches Gerät anzuschaffen und zu beherrschen. Eine Herausforderung der sich die Wehr stellt, stellen muss.

Die Prioritäten ändern sich.

Als erstes wird im Jahr 1990 ein alter ARO (Rumänischer Jeep) zu einem Feuerwehrauto umgebaut (Foto), um das neue technische Gerät an den Einsatzort zu bringen. Im Jahr 2003 wird dieser größte Umbau in der Geschichte der Wehr mit der Beschaffung eines Einsatzleitwagen ELW 1 abgeschlossen sein.
Dann ist im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr, wie es einmal war.

Alles, aber auch wirklich alles wird in diesen 13 Jahren erneuert, ausgemustert, ausgesondert, muß letztendlich neu beschafft werden. Ein paar alte Schläuche sind heute vielleicht aus DDR Zeiten noch vorhanden.

Viele Millionen DM und Euro werden in diesen Jahren aufgewendet, um die "Wende" bei der Feuerwehr durchzuführen, um der Wehr die Möglichkeit zu geben, ihre vielfältigen Aufgaben für das Wohl der Allgemeinheit, der Gesellschaft zu erfüllen.

1992 neues LF 16

Nach einem LF 16 auf S 4000 und einem LF 16 auf W 50 erhält die Vetschauer Wehr 1992 ihr erstes "Westauto". Ein LF 16 - TS auf Mercedes Fahrgestell.

Dieses Löschfahrzeug ist eine Bundes-Beschaffung und gehört zu den beim Katastrophenschutz angesiedelten neuen Brandschutzeinheiten.

Im Bild v.l. stellv. Bürgermeister Ulrich Reuter Zugführer Zug 3 Märkischheide Ingo Worreschk, Wehrführer Klaus Neumann, Bürgermeister Hans-Jörg Weichert, stellv. Wehrführer Hubert Masuch, Zugführer Holger Neumann, Zugführer Jochen Przylucki.

1993 Feuer bei der Feuerwehr

Durch einen Kurzschluß in der elektrischen Anlage (altersschwach) kommt es zu einem Schwelbrand im Dach der rechten Fahrzeughalle im alten Spritzenhaus am Roten Platz.

Das TLF des Betriebsfeuerwehr-Kommando des Kraftwerkes Vetschau war umgehend zur Stelle und konnte schlimmeres verhindern. Ein ca. 2 qm großes Loch war in der Holzdecke des Daches durchgebrannt.

1995 Umgebautes Spritzenhaus in Märkischheide

Dem Zug 3 in Märkischheide wird das rekonstruierte Spritzenhaus feierlich übergeben. Nun entsprechen die Bedingungen dem heutigen Standart.

 

 

 

 

1995 100 Jahre Feuerwehr Vetschau

Im Jahr 1995 wurde unsere Wehr 100 Jahre alt. Viele Veranstaltungen wurden anlässlich des Jubiläums durchgeführt.

Ein großer Festakt war die Fahnenweihe unserer neuen Fahne. Sie wurde geweiht mit der Fahne der previligierten Schützengilde Vetschau, durchgeführt durch den damaligen Landesbrandmeister Wolfgang Zöllner.

1995 der alte ARO hat ausgedient, ein neuer VRW wird beschafft

Der Vorausrüstwagen Marke Eigenbau auf Aro hat ausgedient. Viele Unfälle hat er gesehen, vielen Menschen Hilfe gegeben.

Ein Ford Maverick Baujahr 1994 wurde beschafft und von der Fa. Schmitz Luckenwalde zum VRW umgebaut.

 

 

 

1996 Neubau Spritzenhaus H. Heine Straße beginnt

Der seit Jahren überfällige Neubau eines Spritzenhauses beginnt.

Erster Spatenstich mit Bagger und LKW (Bild 1) auf der grünen Wiese sowie einen Monat später die offizielle Grundsteinlegung mit vielen Gästen. Eine aus Messing bestehende Schatulle wird in einem Klinkersockel unter der Fahrzeughalle eingemauert.

Im Bild (2) der damalige Amtsbrandmeister Klaus Neumann bei seinen Hammerschlägen. Rechts neben ihm Bauamtsleiter Ronald Mätzold, im Bild links u.a. Bürgermeister Axel Müller, Landtagsabgeordneter W.-Siegwart Schippel.

Beides findet im Jahr 1996 statt.

1997 Der Umzug

Die Feuerwehr zieht um, ins Spritzenhaus H. Heine Straße.

Die Sachen sind gepackt. Am Freitag den 13., den 13. Juni 1997, der Umzug kann beginnen.

Jeder Kamerad hat etwas in die Hand genommen (Bild 1). Ein letzter Gruß an das alte Haus (Bild 2) und so schreiten die Kameraden zum neuen Spritzenhaus, wo die Einweihung im Anschluß "mit großem Bahnhof" stattfindet. Im Bild 3 übergibt Bürgermeister Axel Müller dem Wehrführer Klaus Neumann ein handgemaltes Bild des alten Spritzenhauses.

 

 

1997 Ein neues TLF

Der alte "Tanker" hat ausgedient.

15 Jahre nach seiner Indienststellung hat das alte TLF 16 W 50 nach sehr vielen Einsätzen ausgedient. Ein gebrauchtes, 3 Jahre "junges" TLF 24/35 auf Mercedes Unimog wird "von der Kohle" der damaligen LAUBAG gekauft.

 

 

1997 unerwarteter Tod des Amtsbrandmeisters

Zu Ost-Zeiten war er der Wehrleiter, zu West-Zeiten der Wehrführer. Er war Wirkungsbereichsleiter, Stadtbrandmeister, Amtsbrandmeister und stellvertretender Kreisbrandmeister.

Er hat das neue Spritzenhaus "geplant" und "erbaut", den "Umbau" der Feuerwehr im Jahr 1990 begonnen. Er hat über 30 Jahre die Geschicke der Vetschauer Wehr mit gelenkt und einen Großteil dieser Zeit (26 Jahre) selbst geleitet. In leichten und in schwierigen Zeiten ist er den Weg nach vorn geschritten. Hat nicht Halt gemacht vor Problemen, hat sich nicht hinter ihnen versteckt.

Sein Leben war seine Feuerwehr.

Kurz nach der Einweihung des neuen Gebäudes erkrankte der damalige Amtsbrandmeister und Wehrführer unserer Wehr, Klaus Neumann schwer und verstarb im Alter von nur 57 Jahren am 23. Dezember 1997.

1998 Hubert Masuch wird Amtsbrandmeister

Der langjährige stellvertretende Wehrführer Hubert Masuch wird nach dem Tod von Klaus Neumann Amtsbrandmeister des Amtes Vetschau.

 

 

1998 Holger Neumann wird Wehrführer der Stadt

Die Geschicke der städtischen Feuerwehr leitet nun Holger Neumann. Bis zur politischen Wende als Instrukteur der Abteilung Feuerwehr beim damaligen VPKA in Calau tätig, verfügt er über die notwendigen Voraussetzungen.

 

1998 erster Einsatzleitwagen

Im Jahr 1998 wird ein erster Einsatzleitwagen ELW 1 in Vetschau angeschafft.

Ein ehemaliges Notarzteinsatzfahrzeug auf PKW Passat Variant wird zum ELW umgebaut. Es erfüllt einige Jahre seinen Zweck, fällt bei seiner Außerdienststellung jedoch dann fast auseinander.

Im Foto Bürgermeister Axel Müller übergibt den Schüssel dem Amtsbrandmeister Hubert Masuch.

2000 Bürgermeister Müller wird Ehrenmitglied

Er hat seine Feuerwehr ins Herz geschlossen. Bürgermeister Axel Müller ist da, wenn seine Feuerwehr ihn braucht. Auf ihn ist Verlass.

Als Würdigung seiner Verdienste um die Feuerwehr der Stadt Vetschau/Spreewald wird Bürgermeister Axel Müller am 18. November 2000 zum Ehrenmitglied der Vetschauer Wehr ernannt. Er trägt den Dienstgrad Brandmeister.

2000 Märkischheide erhält neues TLF 16/25

Das Jahr 2000.

Sicherlich in vieler Hinsicht ein besonderes Jahr. So auch im Stadtteil Märkischheide. Auf Grund eines Schadens am TLF 16 W 50 wurde in kürzister Zeit, innerhalb von nur 4 Wochen ein nagelneues TLF 16/25 von FGL in Luckenwalde beschafft.

2000 Vetschau erhält ihre erste Drehleiter

Und noch einmal das Jahr 2000.

Im Dezember ist es soweit. Die Stadt Vetschau erhält ihre erste Drehleiter. Es war ein besonderer Tag.

Viele Gäste waren erschienen, um den Vetschauern zu gratulieren. Unter anderem waren der damalige Landesbrandmeister Jürgen Helmdach, der damalige Vorsitzende der Landesfeuerwehrverbandes Klaus Schulze, der stellvertretende Landesbrandmeister Wolfgang Mußlick, Kreisbrandmeister Ingo Worreschk und viele andere mehr nach Vetschau gekommen.

Etwas über 1.000.000,00 DM kostete die DLK 23/12 von Magirus, aufgebaut auf ein Fahrgestell von Mercedes.

2001 ein Gerätewagen wird beschafft

Das letzte DDR Fahrzeug verläßt das Vetschauer Spritzenhaus.

Ein umgebautes LF 16 W 50 hatte als Gerätewagen gedient, Hilfsgeräte und Materialien wie Ölbindemittel und dgl. an Einsatzstellen zu bringen. Im Jahr 2001 wurde ein 2 Jahre altes Fahrgestell Atego von Mercedes beschafft und durch die Firma Ziegler in Mühlau zu einem Gerätewagen umgebaut.

Somit ging eine lange Ära von W 50 Fahrgestellen im Feuerwehrdienst in Vetschau zu Ende.

2002 Beschaffung Schlauchboot

Der neu entstehende Laasower See macht es erforderlich.

Aus dem ehemaligien Kohle-Tagebau Gräbendorf entsteht der Laasower (Gräbendorfer) See. Um Hilfesuchenden zukünftig Hilfe anbieten zu können, macht sich die Beschaffung eines Schlauchbootes erforderlich. Dies geschieht im Jahr 2002.

2003 ein richtiger ELW 1 komplettiert den Fahrzeugpark

Es war eine Zwischenlösung, welche gute Dienste geleistet hat. Der 1998 beschaffte VW Passat, ein ehemaliges damals 10 Jahre altes Notarzteinsatzfahrzeug hat ausgedient. "Bis das der TÜV uns scheidet." Nach 15 Jahren Blaulichtfahrten war der Passat komplett verschlissen.

Ein von BINZ / Seltronik / WalterElektronik aufgebautes Fahrzeug vom Typ V 220 von Mercedes verrichtet nun als echter Einsatzleitwagen 1 seinen Dienst.

2003 Amtsbrandmeister geht "in Rente"

Die Gemeindegebietsreform hat es so gewollt. Hubert Masuch geht als letzter Amtsbrandmeister in die Geschichte unserer Wehr ein.

Mit Datum 31. Dezember 2003 existiert das Amt Vetschau nicht mehr. Die Gemeinden gehören nun als Ortsteile zur Stadt.

Am 1. März 2004 wird Holger Neumann zum Stadtwehrführer mit Dienstgrad Stadtbrandmeister berufen.

2004 Landtagsabgeordnete trägt nun die Uniform

Anläßlich der Jahreshauptversammlung 2004 wurde der Landtagsabgeordnete des Landtages Brandenburg sowie innenpolitische Sprecher der SPD Fraktion im brandenburgischen Landtag, Werner Siegwart Schippel, Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Vetschau/Spreewald.

Er trägt den Dienstgrad Brandmeister.

2005 Feuerwehr wird 110 Jahre

3 Tolle Tage in Vetschau, und mittendrin die Feuerwehr.

Unter dem Motto 110 Jahre Feuerwehr findet das Stadtfest im Jahr 2005 statt. Drei tolle Tage bei schönstem Wetter. Am Freitag ein Fackel- und Lampionumzug für die Kinder, anschließend ein Lagerfeuerwehr für Groß und Klein und ein riesiges Höhenfeuerwehrwerk.

Am Sonnabend findet der Stadtfeuerwehrtag statt und am Sonntag ein großer Festumzug mit 49 Bildern aus Feuerwehr, Vereinen und Gewerbe der Stadt Vetschau und darüber hinaus.

2006 Horst Nickel im Einsatz verstorben

Ein heißer Sommertag, dieser 11. Juli 2006. Löschmeister Horst Nickel schaffte es zu einer Alarmierung bis ins Spritzenhaus. Dann verließen ihn seine Kräfte. Er bricht am Umkleideschrank zusammen und stirbt.

Rettungssanitäter und Notarzt vom Rettungshubschrauber Christoph 33 kämpfen ca. 45 Minuten um sein Leben, vergeblich. Das Herz hatte versagt. Horst Nickel wurde nur 52 Jahre alt. 

2007 Verbandsorden für Vetschauer Ehrenmitglied

Auf der 10. Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg erhält Werner S. Schippel aus den Händen von Verbandspräsident Manfred Gerdes das Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes.

Schippel hat als Landtagsabgeordneter auf die Probleme der Feuerwehren im Land aufmerksam gemacht. Er ist ein Kämpfer an forderster Front für die Frauen und Männer in den blauen Uniformen.

2008 ein Hilfeleistungslöschfahrzeug ergänzt Vetschauer Fahrzeugpark

Im Jahr 1992 übernahm die Vetschauer Wehr ein Löschfahrzeug LF 16-TS, vom Bund zur Verfügung gestellt. Dieses Fahreug verrichtete in der Stadt hervorragende Dienste. Jedoch stellte sich bald als großes "Manko" die fehlende Ausstattung mit Hilfeleistungtechnik heraus.

Somit wurde es erforderlich, den Fahrzeugpark entsprechend zu ergänzen bzw. auszutauschen. Mit Unterstützung des Förderprogrammes "Stützpunktsfeuerwehren" des Landes Brandenburg wurde es möglich, ein nagelneues Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 zu beschaffen. Das vorhandene LF 16-TS wurde an die FF Raddusch übergeben. Das dort vorhandene alte LF 16 W 50 aus DDR Zeiten wurde ausgesondert.

Zur Indienststellung des HLF weilte in Vetschau ein "großer Bahnhof". Allen voran Landesbranddirektor Henry Merz, sein Stellvertreter Wolfgang Mußlick, Landesprüfstellenleiter Diethelm Witthoff, der Landtagsabgeordnete Werner S. Schippel, Titus Faustmann als Vertreter des Landrates und Thomas Schäl vom Sachgebiet BKS, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Manfred Mrose und die beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister Harald Jurke und André Dreßler. Der Stadtwehrführer Lübbenau Manfred Neumann, Ordnungsamtsleiter Frank Schulz und der Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Michaelis, alle konnten von Bürgermeister Axel Müller und Stadtbrandmeister Holger Neumann in Vetschau herzlich begrüßt werden.

2008 Ehrenkreuz für den Bürgermeister

Der 15. Kreisfeuerwehrtag findet im Jahre 2008 im Vetschauer Ortsteil Gahlen statt. Bei der Eröffnung durch den Kreisvorsitzenden Manfred Mrose ist auch der Vetschauer Bürgermeister Axel Müller anwesend. Und wie es sich für ein Ehrenmitglied einer Feuerwehr gehört, war Müller in Unform erschienen.

Etwas verdutzt schaute der Bürgermeister, als der stellvertretende Landesbranddirektor Wolfgang Mußlick ihn für seine Leistungen um das Feuerwehrwesen in der Stadt Vetschau mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes auszeichnete. Die Überraschung war sichtlich gelungen.

2009 stellv. Stadtwehrführer E. Kohl wird verabschiedet

Der langjährige stellvertretende Stadtwehrführer Eckhard Kohl wird im Alter von 69 Jahren auf eigenen Wunsch von seinen Funktionen entbunden und geht verdient "in Rente". Die Kameradinnen und Kameraden sind zu Ehren von E. Kohl angetreten um ihn gebührend zu verabschieden.

Für sein Arrangement über viele Jahrzehnte für die Vetschauer Feuerwehr wird Kamerad Kohl mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen Sonderstufe Gold des Ministers des Innern des Landes Brandenburg geehrt. Die Ehrung nehmen der stellvertretende Landesbranddirektor Wolfgang Mußlick und der Leiter des Ordnungsamtes des Landkreises Ralf Lier vor.

2010 Spritzenhaus in der Heinrich Heine Straße erhält Anbau

2 weitere Fahrzeughallen werden im Jahr 2010 am Spritzenhaus in der Heine-Straße angebaut. Somit müssen nicht mehr 2 Fahrzeuge in Halle eins nebeneinander stehen und die Waschhalle steht als reine Waschhalle für alle Wehren zur Verfügung.

Im Anbau wird auch eine Montagegrube eingebaut.

2013 Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz für den Stadtbrandmeister

Anläßlich seines 50. Geburtstages erhält Stadtbrandmeister Holger Neumann am 5. September 2013 aus den Händen von Günter Prüfer, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Bronze verliehen.

2013 Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz für den Kreisbrandmeister

Der Zugführer des Zuges 3 Märkischheide, Kreisbrandmeister Ingo Worreschk wird anläßlich seines 60. Geburtstages vom Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Manfred Gerdes mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

2013 Großer Zapfenstreich in Vetschau

Die 16. Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg findet erstmalig in Vetschau statt.

Auf dieser wird der Vetschauer Kamerad Werner-Siegwart Schippel zum neuen Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes gewählt.

Zu Ehren des scheidenden Präsidenten Manfred Gerdes findet auf dem Markplatz in Vetschau am Abend ein großer Zapfenstreich statt. Während der Zeremonie erhält Manfred Gerdes aus den Händen von Iris Böhm die Urkunde als Ehrenpräsident des Landesfeuerwehrverbandes.

Zu diesem Anlass verweilen hochrangige Repräsentanten aus Politik und Feuerwehr in unserer Stadt. Unter ihnen der Ministerpräsiden Dietmar Woitke, der Innenminister Ralf Holzschuher, der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Hans-Peter Kröger und viele andere mehr.

Am Abend findet eine Festveranstaltung im Festsaal bei Bauer Ricken mit allen Persönlichkeiten statt.

2014 TLF 30/40 St löst TLF 24/35 UNIMOG ab

Eine neue TLF-Ära beginnt in Vetschau. Nachdem im Jahr 1997 ein gebrauchtes TLF aus dem Bergbau in Vetschau in Dienst gestellt wurde, zog im Jahr 2014 wieder ein fabrikneues Tanklöschfahrzeug wie einst im Jahr 1982, ins Vetschauer Spritzenhaus ein.

Auf einem Fahrgestell MAN hat Magirus den Aufbau gefertigt.

Besondere Merkmale des Fahrzeuges sind:

  • 4000 Liter Löschwasser
  • 500 Liter Löschschaumbildner vollbiologisch
  • automatische Zumischanlage
  • 3000 l/min Pumpenleistung
  • Staffelbesatzung 1:5
  • Bodensprühanlage
  • Lichtmast
  • 2 Wenderohre
  • Kühlschrank (erstmalig in einem Feuerwehrfahrzeug)

2015 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Vetschau

120 Feuerwehr Vetschau feiert die Wehr mit Ihren Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Vetschau bei einem Lampionumzug mit anschließendem Lagerfeuer und Höhenfeuerwerk sowie dem 12. Stadtfeuerwehrtag mit allen Vetschauer Ortswehren am 11. und 12. September 2015.

2015 Amtsbrandmeister a.D. Hubert Masuch erhält Ehrenzeichen Sonderstufe Gold

Kamerad Hubert Masuch erhält im Rahmen der Feierlichkeiten zu 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Vetschau aus den Händen des stellvertretenden Landesbranddirektor André Dreßler das Feuerwehr-Ehrenzeichen Sonderstufe Gold des Ministers des Inneren des Landes Brandenburg für sein "Lebenswerk Feuerwehr".

2016 Großbrand bei Bauer Ricken

Ein Großbrand vernichtet am 27. Juni 2016 in Vetschau bei Bauer Ricken (ehem. Flachsröste) eine große Lagerhalle mit Freilager.

296 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, THW und Polizei kämpfen mit 64 Einsatzfahrzeugen und einem Rettungshubschrauber gegen die Flammen. Es wurden ca. 4.000.000 Liter Löschwasser (davon ca. 1,9 Mio Liter Trinkwasser) durch 163 Schläuche gepumpt. Es gab 6 Verletzte von denen 4 in Krankenhäuser gebracht wurden. Alle waren nach kurzer Zeit wieder wohlauf.

Den Feuerwehren gelingt es, ein Übergreifen der Flammen auf ein Tanklager mit 20.000 Liter Heizöl, sowie andere Gebäude zu verhindern. Der Einsatz dauert ca. 3 Tage.

Am 29. September 2016 gibt es das große Wiedersehen. Bauer Karl-Heinz Ricken hatte alle Einsatzkräfte noch einmal zu einem gemütlichen Abend auf seinen Hof geladen.

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